Das Netzwerk X für Kunst und Soziales wurde 2011 gegründet, um unkommerzielle, antifaschistische und emanzipatorische Initiativen und Orte im Ruhrgebiet sichtbar zu machen und zu verbinden. Über gemeinsame kultur- und stadtpolitische FÜR-Thesen, sowie ein Selbstverständnis organisierten sich die Künstler_innen, Veranstalter_innen, Musiker_innen, Stadtplaner_innen und Aktivist_innen. Das erste Treffen fand am 19.12.2011 in der Zeche Carl in Essen mit Vertreter_Innen von 21 Gruppen aus dem Ruhrgebiet statt.

 

Daraus entstanden Kooperationsprojekte wie die „Recht auf Stadt Konferenz Duisburg“ (2012) „Inverscity – Stadtverdrehungskampagne“ (2013), „Kultur Tunnel Ruhr“ (2015), sowie der „Tag Im Park“ (2015-17). 

 

2014 gründete sich der FÜR e.V. – der Verein zur Förderung der FÜR-Thesen des Netzwerk X – als kollektives Antragssubjekt für das Netzwerk.

 

Von 2011-2017 organisierten sich die aktiven Mitglieder des Netzwerks X um eine kritische Auseinandersetzung mit zahlreichen Themen:
 

– Kritik der Kreativwirtschaft 

– Kritik der Arbeit und Selbstausbeutung

– Strukturwandel, Prekarität, Armut, Rassismus

– Leerstände, Gentrifizierung, Kreativquartiere

– fehlende und falsche Repräsentation bei RUHR.2010 

– Solidarisierung mit selbstorganisierten, stadtpolitischen Initiativen, Hausbesetzer_innen und künstlerischen und sozialen Gruppen, die „von unten“ und „vor Ort“ kulturelle Orte schaffen. 

 

Bis 2017 fanden regelmäßige Netzwerk-Treffen statt, in denen kollektiv Inhalte bestimmt wurden. 2017 ergänzten wir im Kantpark in Duisburg die FÜR-Thesen mit einer feministischen FÜR-These. 

 

2017 fand das Projekt „Wem Gehört Die Kunst“ statt. In Kooperation mit Urbane Künste Ruhr und dem Ringlokschuppen hatten wir die Möglichkeit unsere kritische Praxis auf die Probe zu stellen. Aus der langwierigen, internen Aufarbeitung des Projekts entstand eine Broschüre zur „Strukturförderung freier Kunst-Kontext-Räume“ (2023): Ein Vorschlag für ein Förderprogramm, sowie eine Studie über freie, selbstverwaltete Orte im Ruhrgebiet. 

 

Seit 2018 finden keine regelmäßigen Netzwerktreffen mehr statt. 

 

Um weiterhin die Möglichkeit für Selbstorganisation und Selbstvertretung von Kulturarbeitenden zu erhalten, organisierte der FÜR e.V. bis 2019-2022 jährlich „Konferenz der kleinen Orte und freien Kollektive“. 

 

Als solidarische, kollektive Selbstorganisation ist das „Netzwerk X“ nicht mehr aktiv und auch die Konferenzen wurden von zu wenigen, zu erschöpften Akteur*innen getragen. 

 

Um weiterhin Selbstorganisation und Selbstvertretung von Kulturarbeitenden anzustoßen und die Projektmittel im Sinne der Förderung einzusetzen, entstand die Idee zu „Cultural Workers Unite“.

 

Auf Netzwerk-X.org findet ihr eine NRW-Termin-Karte. Die Webseite liest aktuelle Orte und Termine aus dem Online-Kalender hermine-termine aus. Für einen unkommerziellen Einstieg ins Ruhrgebiet.

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